Irgendwie wissen die meisten, dass sie im Physikstudium Wahlfächer belegen müssen. Aber so richtig, wie, wann und was, das geht weder aus Curriculum noch aus dem LFU:online LV- Verzeichnis klar heraus. Darum haben wir uns hingesetzt, um mal so richtig Klarheit zu schaffen. Diese Klarheit findet ihr auf dieser Seite! Auch zur veränderten Handhabung der Inter- Module durch den Studienbeauftragten Prof. Franosch gibt es weiter unten alle Infos.

1) Los geht‘s !

Laut empfohlenem Studienverlauf sollen alle Studierenden der Physik entsprechend dieser Grafik Wahlmodule im 4.,5. und 6. Semester im Ausmaß von 25 ects belegen. Der Zeitpunkt ist eine Empfehlung und prinzipiell egal (es gibt aber Wahlmodule, die andere Pflichtmodule voraussetzen) aber die 25 ects sind fix! Die Wahlmodule kann man aus diesem Pool wählen, wobei jedes Modul maximal einmal belegt werden kann:

- Astrophysik I (5 ects)
- Atom- und Molekülphysik (5 ects)
- Festkörperphysik (5 ects)
- Interdisziplinäre Kompetenzen I (5 ects)
- Interdisziplinäre Kompetenzen II (5 ects)
- Schwerpunktsetzung („inter III“/“SPS“) (5 ects)

Die Bezeichnung „Wahlmodul“ ist also diskussionswürdig, so ist das aber nun mal- mindestens bis zur nächsten Curriculumskomission. In anderen Worten: Aus dem Pool mit den Wahlmodulen kann man ein Modul streichen. Welches das ist, bleibt ganz euch überlassen. So weit so gut!

2) Was bedeutet „Interdisziplinäre Kompetenzen“?

Hier sind Lehrveranstaltungen gemeint, die nicht notwendigerweise etwas mit Physik zu tun haben. Der Gedanke dahinter ist, dass sich die Studierenden außerhalb ihres eigenen Studiums begeben um ihren Horizont zu erweitern. Im Fall des Physikstudiums sind laut Curriculum Lehrveranstaltungen aus folgenden Studien bzw. Bereichen zugelassen:

- Technische Wissenschaften
- Biologie
- Chemie
- Pharmazie
- Geo- und Atmosphärenwissenschaften
- interdisziplinäre Grundlagen über Genderaspekte
- Mathematik
- Informatik
- Masterstudium Physik
- Sprachkurse (Fürs gesamte Studium werden universitäre Sprachkurse im Ausmaß von 2,5 ects angerechnet).

Wichtig: Wenn eine LV aus einem Physik- Masterstudium im Bachelor als Interdisziplinäre Kompetenz belegt wird, kann sie nicht mehr im Masterstudium angerechnet werden, sofern letzteres ebenfalls in Innsbruck gemacht wird. Insofern raten wir davon ab, Pflichtmodule eines Masterstudiums schon im Bachelor zu belegen und für letzteres anrechnen zu lassen.
Wie das aber genau mit Zusatzangeboten des Physik- Bachelors aussieht, ist noch ein bisschen weiter unten beschrieben.

3) Was bedeutet „Schwerpunktsetzung“?

Eigentlich fast genau das gleiche wie „Interdisziplinäre Kompetenzen“. Mit Ausnahme der Genderaspekte ist alles drinnen. Für manche Studierende ein bisschen mehr und hier kommt Prof. Franosch‘s Entscheidung ins Spiel (Punkt 5).

4) 5er- Blöcke

Inter I, Inter II und SPS sind abgeschlossene Blöcke zu je 5 ects. Wird also beispielsweise im Rahmen von Inter I ein Fach der Wertigkeit von 7 ects belegt, werden trotzdem nur 5 angerechnet. Es ist nicht möglich, ects- Punkte zwischen Inter oder SPS zu verschieben.

5.1) Für Studierende, die im Herbst 2015 oder früher begonnen haben, zu studieren:

Für euch ist „Interdisziplinäre Kompetenzen“ (mit Ausnahme der Genderaspekte) genau das gleiche wie „Schwerpunktsetzung“. Ihr könnt Lven aus allen oben aufgeführten Bereichen belegen, inklusive aller Zusatzangebote des Physik- Bachelors (z.B. Kasan-Praktikum).

5.2) Für Studierende, die nach dem Herbst 2015 begonnen haben, zu studieren:

Für euch hat sich durch die Amtsübernahme des Studienbeauftragten durch Prof. Franosch ein relevantes Detail geändert: Unter „Interdisziplinäre Kompetenzen“ können keine Lven aus dem Zusatzangebot des Physik- Bachelors belegt werden. Unter „Schwerpunktsetzung“ weiterhin schon. Zusatzangebote (wieder das bsp. Kasan- Praktikum) können also NUR mehr unter „Schwerpunktsetzung“ belegt werden, somit aber auch nur mehr in einem Ausmaß von 5 ects (SPS) und nicht wie bisher 15 ects (Inter I+Inter II+ SPS).
Hierzu gibt es noch ein paar Dinge zu sagen:
- Die Entscheidung ist noch nicht vollkommen durch, da sie noch mit allen beteiligten Personen abgeklärt werden muss. Bis dahin solltet ihr euch aber auf jeden Fall an dieses System halten, da es wahrscheinlich umgesetzt wird. Wenn sich etwas ändert, geben wir natürlich Bescheid!
- Weiterhin stehen noch viele LVen im LFU:online unter “Inter I” und “Inter II”, die der Studienbeauftragte jedoch nicht mehr als solche anrechnet. Wir drängen darauf, das LFU:online entspreched anzupassen
- Auf freiwilliger Basis können natürlich alle Lven (der gesamten Uni, sofern man die Voraussetzungen erfüllt) belegt werden. Die erhaltenen ects können aber nur fürs Physik- Studium angerechnet werden, wenn die unter Punkt 2) beschriebenen Kriterien erfüllt sind.
- Unter bestimmten Bedingungen können auch andere als die oben angeführten Fächer belegt und fürs Physikstudium angerechnet werden. Das ist im nächsten Punkt beschrieben.

6) Anrechnung von Fächern, die nicht vorgesehen sind

Theoretisch können nicht nur die oben genannten Fächer für Inter I, Inter II uns SPS angerechnet werden, sondern ects- Punkte, die an der gesamten Uni Innsbruck gesammelt wurden. Die Entscheidung, welche Fächer wirklich angerechnet werden, trifft letztendlich der Studienbeauftragte Prof. Franosch. Die unter Punkt 2) angeführten Fächer rechnet er an, ohne mit der Wimper zu zucken. Fächer, die nicht angeführt sind, muss man im Vorfeld mit ihm persönlich abklären und plausibel begründen. Er akzeptiert sie dann, wenn sie ihm sinnvoll erscheinen und mit Zukunftsplänen begründet sind. Zwei Aussagen von ihm hierzu:
- Z.B. „Wenn Sie Vorlesungen des Rechtsstudiums besuchen wollen und es damit begründen, dass sie Patentanwalt werden wollen, dann ist das eine Begründung“, die er akzeptiert und absegnet.
- „Sie sollen sich zumindest eine halbe Stunde hingesetzt und überlegt haben, wie Sie mir Ihren Wunsch begründen.“

Nochmal: Diese außertourlichen Fächer werden nur angerechnet, wenn man vorab Prof. Franosch‘s Segen eingeholt hat.